Eifel-Premiere geglückt: SSG-Leichtathleten erobern Daun

Wo sonst Ruhe und Idylle der Vulkaneifel herrschen, waren in der ersten Osterferienwoche eine 32-köpfige Gruppe von Leichtathleten unterwegs und wirbelten ein wenig Staub auf. Nach vielen Jahren in Bad Bergzabern schlug der Leichtathletikverein aus Königswinter sein Trainingslager erstmals in der Jugendherberge in Daun auf. Das Fazit: Ein voller Erfolg auf neuem Terrain.

Anspruchsvolles Gelände als natürlicher Trainingspartner

Dass die Eifel kein Flachland ist, merkten die Teilnehmer bereits ab der ersten Trainingseinheit. Der tägliche Weg zum Sportplatz entpuppte sich als Herausforderung: Von der Jugendherberge führte der Weg steil bergab in den Ort Daun, nur um von dort wieder steil bergan bis zur Sportanlage anzusteigen. So kamen alle sehr gut aufgewärmt auf dem Sportplatz an, um dann mit dem eigentlichen Training zu beginnen.

Trotz der fremden Umgebung mussten die Sportler auf geliebte Traditionen nicht verzichten. Die obligatorischen Tempowechselläufe am Weiher fanden im Kurpark statt, und auch der spannende Orientierungslauf forderte den Teilnehmern einiges ab.

Ein Camp für alle Generationen

Seit zwei Jahren wird das Bahntraining in der SSG auch für Senioren (ab Ü30) angeboten. So war auch diesmal die Altersspanne der Teilnehmer von U8 bis Ü50 breit aufgestellt.. Durch eine gute und differenzierte Planung der beiden Haupttrainer, Deike Thom und Jannis Malburg, kamen in dieser Woche alle Disziplinen zum Zuge und alle Teilnehmer auf ihre Kosten.

Wildpark-Safari und Werwolf-Jagd

Nach den intensiven Einheiten kam auch die Regeneration nicht zu kurz. Ein besonderes Highlight war der trainingsfreie Nachmittag: Mit einer Autokolonne ging es durch den Eifeler Wildpark. Das Beobachten der Tiere und das anschließende Austoben auf dem Abenteuerspielplatz sorgten für strahlende Gesichter – und das nicht nur bei den jüngsten Teilnehmern.

Die Abende gehörten der Gemeinschaft. Im Aufenthaltsraum wurde gelacht, geredet und leidenschaftlich gespielt. Besonders das Rollenspiel „Werwolf“ entpuppte sich einmal mehr als der absolute Favorit, bei dem bis spät in den Abend hinein taktiert und gerätselt wurde.

Ein wärmendes Andenken

Für das wechselhafte Eifelwetter hatten die Organisatoren als Begrüßungsgeschenk für jeden Teilnehmer eine wärmende Mütze dabei. Diese wurde nicht nur als modisches Accessoire stolz präsentiert, sondern leistete in den kühlen Morgenstunden auf dem Platz bereits wertvolle Dienste.

Nach einer intensiven Woche verabschiedete sich die Gruppe aus Daun. Die steilen Wege und die frische Vulkaneifel-Luft werden den Athleten sicher noch lange in den Knochen – und in bester Erinnerung – bleiben.

Text und Bilder: Carmen Glaeser